Geschichte

Die ersten Dokumente über die Siedlung Kietlin (auf Deutsch: Kittelau) reichen zurück bis an den Anfang des 13. Jahrhunderts. Zunächst gehörte es dem Prinzen, aber nach einigen Jahren wurde es dem Kloster in Kamieniec übertragen. Ungefähr im 15. Jahrhundert gab es ein Jagdschloss und die Gegend war reich an Seen und Teichen.

Dokumente aus dem Jahr 1662 bestätigen den Namen des ersten Besitzers von Kietlin: Joachim von Gellhorn. Er übergab das Anwesen an Gregor Kleindienst, einen Oberst, der in Ungarn Dienst tat. Nach seinem Tod in 1673, wurden alle Güter von Kietlin unter die Vormundschaft des Verwaltungsrats Daniel Casper von Lohenstein aus Breslau gestellt, der ebenfalls ein berühmter schlesischer Poet seiner Zeit war. Er baute das Herrenhaus wieder auf und machte sich außerdem um die Belebung der Wirtschaft der Region verdient.

Schließlich erwarb Herr von Tschirchky alle zu Kietlin gehörenden Güter, obwohl der Schwiegersohn von Daniel Casper von Lohenstein - Carl Mangus von Goldfuss – das rechtmässige Vorkaufsrecht besaß. Das folgende Verfahren zog sich recht lange hin und wurde schließlich zugunsten von Goldfuss beendet. Goldfuss und seine Nachkommen blieben daraufhin die Eigner von Kietlin von 1683 an für die nächsten 200 Jahre. Die Renovierung des Palastes im Barockstil geht auf diese Eigner zurück.

Nach unseren Informationen wurden im Jahr 1797 die Räume der Bediensteten mit neuen Gewölbedecken umgebaut, ebenso die große Halle im ersten Stock sowie die sechs daneben liegenden Räume. In der Nähe des Herrenhauses lag ein Bauernhof, einer Bäckerei, Stallungen, einem Lagerhaus und einem Wagenschuppen. Ebenso hatte man 2 Springbrunnen und einen sehr dekorativen, wunderschönen Garten, eine Orangerie sowie ein „Gras & Fruchtgarten“.

Am Ende des 19. Jahrhunderts etablierte der damalige Besitzer und Oberhaupt der Siedlung – Herr von Goldfuss - eine Route nach Kanonenberg. Die letzten bekannten Eigentümer von Kietlin waren danach Herr Otto Studt und danach, Herr Versen